Beim Buchstabieren heißt M „Em“. Beim Lesen brauchen wir seinen Laut: „mmm“. Das klingt nach einer Kleinigkeit, löst aber ein sehr konkretes Problem. In „Em-A-U-Es“ stecken zusätzliche Laute, die im Wort Maus gar nicht vorkommen. Mit „mmm-au-sss“ bleibt nur das übrig, was das Kind im Wort tatsächlich hören kann.

Die Berliner Senatsverwaltung nennt diese Unterscheidung im Fachbrief Grundschule Nr. 11 ausdrücklich „Lautnamen statt Buchstabennamen“: /m/ statt „Em“. Der Brief rät Schulen sogar, das Eltern zu erklären, weil Erwachsene Kinder sonst mit bester Absicht zum Buchstabennamen zurückführen. Falls ihr bisher „Em“ gesagt habt, habt ihr also nichts kaputt gemacht. Ihr habt nur eine Bezeichnung benutzt, die für eine andere Aufgabe gedacht ist.

Buchstabenname und Buchstabenlaut haben verschiedene Aufgaben

Der Buchstabenname hilft, über Schrift zu sprechen: „Schreib ein M.“ Der Laut hilft, ein geschriebenes Wort zu lesen: „mmm“. Die Deutsche Gesellschaft für Lesen und Schreiben unterscheidet entsprechend zwischen Form, Name und Laut eines Buchstabens. Ein Kind darf alle drei kennenlernen. Beim Zusammenziehen gewinnt der Laut.

Das Wort Maus zeigt noch etwas Wichtiges: au bleibt zusammen. Wir lesen nicht „a-u“, sondern den Doppellaut „au“. Deshalb besteht die Lesespur aus drei Einheiten: M, au und s. Genau so ist „au“ auch in Lomas Lautsystem als eine Einheit angelegt.

Warum „mmm“ leichter ins Wort rutscht

Laute wie m, f, l, n oder sch lassen sich halten: „mmmm“. Der Fachbrief empfiehlt solche Dauerkonsonanten für den Einstieg, weil Kinder sie verlängern und an den nächsten Laut heranschieben können. Probiert es einmal selbst: „mmm“ kann ohne Pause in „au“ übergehen. Bei „Em“ steht das zusätzliche E am Anfang dazwischen.

Schreibt das Beispiel einfach als „mmm“. Ein angehängtes h würde so aussehen, als gehöre am Ende noch ein weiterer Laut dazu. Bei kurzen Lauten wie b, d, k oder t funktioniert das Dehnen nicht. Sprecht sie knapp und ohne angehängtes „ö“ oder „e“: nicht „kö“, sondern ein kurzes k.

Drei Übungen ohne Vorbereitung

1. Robotersprache raten

Sagt ein vertrautes Wort langsam in Lauten, zum Beispiel „mmm-au-sss“. Euer Kind rät das ganze Wort. Danach tauscht ihr die Rollen. Der Fachbrief beschreibt dieses Vormachen und Erraten als „Robotersprache“ und betont zugleich die ehrliche Grenze: Die Synthese lässt sich anleiten, aber nicht erzwingen.

2. Einen Laut ins Wort schieben

Beginnt mit einem Laut, den ihr halten könnt: „mmmm“. Schiebt ihn ohne Pause an den Rest: „mmm-ond“, „mmm-und“, „mmm-au-sss“. Zwei oder drei Versuche reichen. Wenn das Verbinden heute nicht klappt, bleibt es bei einem lustigen Hörmoment.

3. Mit dem Finger eine Spur ziehen

Schreibt „Maus“ groß auf ein Blatt. Legt den Finger unter das M, haltet „mmm“ und zieht ihn langsam unter „au“ bis zum s. Der Finger stoppt nicht zwischen a und u. So passen Stimme, Blick und Bewegung zusammen.

Beim S darf es summen oder zischen

Das s hat im Deutschen mehr als einen Laut. In der Standardsprache beginnt „Sonne“ meist mit einem summenden s, ähnlich dem Laut in „Rose“. Am Ende von „Maus“ hören wir ein zischendes „sss“. Auch ss und ß stehen für dieses scharfe s, etwa in „Wasser“ und „Fuß“. Das Amtliche Regelwerk zur deutschen Rechtschreibung führt diese Schreibungen gemeinsam beim stimmlosen s-Laut.

Das hat nichts mit großem oder kleinem S zu tun. Und nicht jede Familie spricht „Sonne“ gleich aus: Regionale Aussprache kann das erste s ebenfalls stimmlos klingen lassen. Korrigiert deshalb keinen Dialekt weg. Fürs Lesen reicht die praktische Frage: „Wie klingt das s in diesem Wort?“ Sagt das ganze Wort natürlich vor und nehmt genau diesen Laut.

In Loma: Laute verbindenM, au und s werden zu „Maus“.Loma folgt der Lautspur ohne Pause. Danach verbindet das Kind das gelesene Wort mit dem passenden Bild.

So greift Loma das Verbinden auf

In Loma begegnet das Kind Lauten nicht als lange Erklärung. Im Video folgt Loma nacheinander dem M, dem Doppellaut au und dem s. Die farbige Spur hält „au“ sichtbar zusammen. Anschließend wählt das Kind das Bild der Maus. Die Aufnahme stammt direkt aus der App.

Ihr könnt Loma kostenlos ausprobieren. Die ersten Laute L, O, M und A sind frei; weitere Inhalte sind kostenpflichtig. Die App kann einen kurzen, ruhigen Übungsmoment anbieten. Sie ersetzt weder gemeinsames Vorlesen noch individuelle pädagogische Unterstützung und verspricht nicht, wann ein Kind das Zusammenziehen beherrscht.

Quellen und Einordnung

Die Übungen sind Anregungen für gemeinsame Lesemomente, keine Diagnose oder individuelle pädagogische Beratung. Produktangaben wurden am 15. September 2026 gegen die Loma-Inhalte geprüft.