In der gezeigten Übung stehen „O“ und „ma“ getrennt auf einer Lesespur. Loma folgt der Spur von einem Teil zum nächsten; anschließend stehen zwei Bildkarten zur Auswahl. Diese Abfolge zeigt konkret, wie die App einen Laut- und Silbenschritt auf dem Bildschirm organisiert.

Loma liest ist eine deutschsprachige App für iPhone und iPad. Sie richtet sich an Kinder ab 4 Jahren und begleitet sie vom ersten Laut bis zu ersten Wörtern. „Ab 4“ heißt: Ihr dürft es ausprobieren. Es heißt nicht, dass ein Kind mit 4 lesen können muss. Die App ist als kurze Übung dazwischen gedacht, ein paar Minuten hören, schauen, ausprobieren und wiedererkennen. Vorlesen, Erzählen und gemeinsame Zeit bleiben der größere Rahmen. Loma ersetzt ihn nicht.

Aus eigener Neugier oder neben dem Unterricht

Wenn die Frage vom Kind kommt. Euer Kind will wissen, was auf einem Schild steht, oder wie sein Name klingt. Dann kann Loma ein Ort zum Weiterentdecken sein. Ihr startet gemeinsam und schaut, was euer Kind selbst ausprobieren möchte. Will es aufhören, hört ihr auf.

Wenn in der Schule das Lesen beginnt. Dann kann Loma zusätzliche Übung sein: Laute hören und dem passenden Buchstaben zuordnen, Laute zu Silben und Wörtern verbinden. Die Reihenfolge der Buchstaben in Loma muss nicht die eurer Fibel sein. Fragt die Lehrkraft, welche Laute gerade dran sind. Ist eine Stufe in der App noch zu weit, geht zu einer früheren zurück.

In beiden Fällen ist Loma ein Übungsangebot, kein Lehrgang und kein Ersatz für Unterricht. Wir versprechen nicht, dass ein Kind damit allein lesen lernt oder dauerhaft Lust behält. Bei späteren, schwierigeren Stufen braucht es oft einen Erwachsenen daneben.

Erst der Laut, dann die Silbe

Der Einstieg beginnt bei Lauten. Das Kind hört einen Laut und verbindet ihn mit einem Zeichen, einem Bild oder einem Wort. Beim Wortanfang wird daraus eine konkrete Suchaufgabe: Welche Wörter beginnen ähnlich, welche klingen anders, welche lassen sich in kleinere Teile zerlegen?

Nach den ersten Lauten kommen Silben ins Spiel. Aus „Lo-ma“ werden zwei hörbare Teile, aus „Ma-ma“ ein vertrauter Rhythmus. BiSS-Transfer ordnet Silben den größeren Einheiten phonologischer Bewusstheit und einzelne Laute den kleinsten Einheiten zu. Loma übersetzt diese Unterscheidung in kurze, aufeinanderfolgende Übungen.

Silben lesen lernen heißt in Loma: Zwei Teile stehen sichtbar nebeneinander, das Kind hört beide und schiebt sie zu einem Wort zusammen. Ihr könnt das zu Hause ohne Bildschirm mitmachen. Klatscht „Ba-na-ne“, zählt die Klatscher und sprecht das Wort dann noch einmal ganz.

Silben lesenAus „O“ und „ma“ wird „Oma“.Die Lesespur, Loma und zwei Bildkarten machen den nächsten Schritt direkt in der App sichtbar.

Erste Wörter in kleinen Schritten

Erste Wörter schließen daran an. Laut, Silbe, Wort: Bild und Stimme geben jeweils den nächsten Schritt vor. Das Kind hört, wiederholt und geht im eigenen Tempo weiter.

In Loma warten mehr als 500 Wörter mit Bild und Stimme, mehr als 50 Basis-Laute und mehr als 250 Laut-Kombinationen. So gibt es viel zu hören und wiederzuentdecken. Wie schnell oder weit ein Kind damit kommt, bleibt individuell.

Was ihr kostenlos ausprobieren könnt

Loma bleibt ruhig und übersichtlich. Die kurzen Übungen kommen ohne Werbung aus und laufen auf iPhone und iPad. Die ganze erste Stufe mit den Lauten L, O, M und A ist kostenlos. Ihre Spiele öffnen sich nach und nach, während euer Kind übt; es ist also nicht alles sofort offen. Ab der zweiten Stufe braucht ihr einen kostenpflichtigen Vollzugang.

Die regulären Preise für den Vollzugang in Deutschland und Luxemburg sind 3,90 € pro Woche oder 9,90 € pro Monat als automatisch verlängerndes Abo. Alternativ gibt es lebenslangen Vollzugang für einmalig 49,90 €, ohne Abo (Preisstand: 8. Oktober 2026). Die offiziellen App-Store-Einträge für Deutschland und Luxemburg führen die In-App-Käufe auf. Maßgeblich ist der vor dem Kauf in der App angezeigte Preis.

Informationen zum App-Datenschutz findet ihr im offiziellen App-Store-Eintrag unter „App-Datenschutz“.

Beim ersten Loma-Moment reicht Zuschauen oder Zuhören. Ein Kind tippt auf ein Bild, hört einen Laut oder startet dieselbe Übung noch einmal. Erwachsene halten den Rahmen kurz und freundlich, ohne aus jeder Minute einen messbaren Fortschritt machen zu müssen.

Die Themen der App können außerdem als Anregung für Gespräche außerhalb des Bildschirms dienen: etwa der Anfang von „Löffel“, die Silben in „Banane“ oder ein erstes Wort auf einem Schild. Ob und wie eine Familie solche Anschlussmomente aufgreift, entscheidet sie selbst; die App verspricht keinen automatischen Transfer in den Alltag.

Wenn eine spätere Stufe zu schwer wird

Irgendwann kommt eine Stufe, die nicht mehr leicht ist. Neue Laute, längere Wörter, mehr zum Merken. Das ist kein Fehler eures Kindes, und ihr müsst nichts erzwingen.

  • Einen Schritt zurück. Auf Lomas Karte bleiben frühere, schon freigeschaltete Stufen erreichbar. Wählt gemeinsam eine leichtere Stufe, die euer Kind schon kennt. Etwas sicher zu können, macht Mut für das Nächste.
  • Eine Pause machen. Hört auf, solange es noch Spaß macht. Morgen ist ein neuer Versuch, und vielleicht passt heute eher ein Bilderbuch.
  • Ohne App weiterüben. Sprecht ein Wort langsam Laut für Laut und verbindet die Laute wieder. Wie das geht, zeigt der Ratgeber Lautieren statt buchstabieren.
  • Uns schreiben. Welche Übung ist zu schwer? Schreibt uns an [email protected]. Eure Rückmeldung hilft uns, Loma besser zu machen.

Loma kennenzulernen heißt deshalb vor allem: klein anfangen. Ein Laut. Eine Silbe. Ein erstes Wort. Wenn daraus ein ruhiger gemeinsamer Moment entsteht, kann die App ihren Platz als Ergänzung finden, nicht als Ersatz für Aufmerksamkeit, Sprache und gemeinsame Zeit.

Quellen und Einordnung

Produktbeobachtungen und Mengenangaben wurden am 14. September 2026 gegen die veröffentlichten App-Inhalte geprüft, Gratisumfang und Stufenwahl am 8. Oktober 2026. Sie sind keine Aussage über einen individuellen Lernerfolg.